Unser erstes Mal: 3D-Druck als Familienprojekt

Unser erstes Mal: 3D-Druck als Familienprojekt

Es begann mit einer einfachen Frage von Janah: "Papa, kann man das auch selbst drucken?"

Sie hatte gerade eine kleine Flexi-Figur in der Hand – ein Mitbringsel von einer Freundin. Ich hatte keine Ahnung, was mich das kosten würde. Nicht in Euro. In Stunden, Versuchen und Filament.

Der erste Druck

Wir haben uns einen BambuLab H2S zugelegt. Der Drucker kam an einem Dienstag. Am Mittwoch lag das erste gescheiterte Objekt auf dem Tisch – zu schnell, falsche Einstellungen, Schichten die sich nicht verbunden haben. Janah hat es trotzdem behalten und "Krümel" genannt.

Am Donnerstag lief der erste brauchbare Druck durch. Eine kleine Biene. Nicht perfekt – aber beweglich. Jedes Gelenk ließ sich biegen. Janah hat sie in die Hand genommen, einmal von oben bis unten begutachtet und gesagt: "Die behalten wir."

Das war Buzzly.

Was wir in den ersten Wochen gelernt haben

3D-Druck klingt technisch. Und am Anfang fühlt er sich auch so an – Einstellungen, Temperaturen, Supports, Infill. Aber nach ein paar Wochen merkt man: Es geht gar nicht ums Drucken. Es geht darum was danach in der Hand liegt.

Janah hat sich schnell zur strengsten Qualitätsprüferin entwickelt. Wenn eine Figur aus dem Drucker kam, war sie die erste die sie begutachtet hat. Zu raue Oberfläche? Zurück. Gelenk klemmt? Nochmal. Augen nicht scharf genug? "Papa. Nochmal."

Ich hätte ohne sie wahrscheinlich vieles durchgehen lassen.

Vom Hobby zum Shop

Irgendwann hatten wir mehr Figuren als Regalplatz. Freunde fragten ob sie welche haben könnten. Dann Bekannte. Dann die Frage: "Habt ihr das eigentlich irgendwo zu kaufen?"

Wir hatten es nicht. Noch nicht.

druckpunkt war die Antwort darauf. Kein großer Plan, kein Businessplan in Excel – einfach die Entscheidung, das was wir sowieso machen auch für andere zugänglich zu machen. Mit einem Shopify-Shop, einem Gewerbeschein und zwei Figuren die schon einen Namen hatten.

Wo wir jetzt stehen

Ein paar Wochen später sitze ich hier und schreibe diesen Beitrag, während der Drucker im Hintergrund läuft. Janah kommt nach der Schule nach Hause, schaut als erstes was gerade druckt und fragt meistens: "Und? Sieht die gut aus?"

Meistens schon. Manchmal nicht. Aber wir lernen noch.

Wenn ihr Lust habt unseren Weg weiter zu verfolgen – ihr seid herzlich willkommen. Und wenn ihr eine unserer Figuren zuhause haben wollt, schaut gerne im Shop vorbei.

Mario & Janah, druckpunkt